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Freitag, 25. März 2022
Doch die Liebe währet ewiglich -60
mariant, 10:29h
Atemlos habe ich Thayes Erzählung gelauscht. Das Gehörte muss ich erst einmal verarbeiten. Thaye lässt mir die Zeit und streicht mir derweil zärtlich durchs Haar. Dann flüstere ich:
"Ich habe eben meditiert, ist das richtig?"
Thaye nickt.
"Es war eine Vorstufe der Meditation..." erklärt er mir.
"Und ich habe zwei Frauen gesehen: Kurz eine ältere Hawaiianerin, die dann verblasste und anschließend eine Asiatin, nur wenig älter als ich und schwanger."
"Du hast dich in die Vergangenheit dieses Ortes zurückversetzt, mein Schatz. Dabei hast du zuerst meine Tante gesehen und schließlich Yong Tai. Tante Anne ist verblasst, weil sie Träger der Seele von Yong Tai war."
"Ah, deshalb hat die Asiatin zuerst zwei Finger gehoben, dann die Hand abgedeckt und schließlich nur noch einen erhobenen Finger gezeigt."
Thaye nickt und meint:
"Das könnte die Zeichensprache bedeuten!"
"Und was bedeutet das jetzt für uns?" frage ich ihn.
Ich blicke ihn erwartungsvoll an.
"Wir führen die Liebe meines Großvaters in mir und seiner großen Liebe in dir weiter," ist er sich sicher. "Unsere Liebe währt ewig!"
Wieder beugt er sich zu mir herunter. Ich rutsche von seinen Oberschenkeln und er legt sich neben mich auf die Seite, stützt sich mit dem Ellbogen ab und beobachtet mich verliebt.
Ich schaue in den Himmel und beobachte die Wolken.
"Was ist, wenn wir einmal nicht einer Meinung sind? Kommt es dann zum Streit? Wirst du mich dann verlassen?"
Thaye lächelt und sagt:
"Wir sind asiatisch erzogen und haben lange im europäischen Kulturraum gelebt. Deine letzten Fragen entspringen der Sorge, die eine europäische Frau umtreibt! Aber auch für europäische Frauen, wie deine früheren Mitstudentinnen gilt: Streit kann aus einer Lapalie entstehen. Erst einmal sollte man sich beruhigen, dann beim Gegenüber entschuldigen und schließlich darüber sprechen, was der Auslöser war und wie man sich in Zukunft verhält.
Frauen im asiatischen Kulturraum lassen sich meist von ihren Ehemännern führen, bedienen ihn und achten darauf, dass es der Familie gut geht. Außerhalb der Familie, gegenüber Fremden wechseln sie vom Charakter eines Lammes zum Charakter einer Löwin, wenn es gilt sich durchzusetzen zum Wohle der Familie.
Und natürlich gibt es noch unzählige Facetten zwischen diesen Polen. Wo unsere Reise hingeht, wird sich zeigen, geliebte Minh! Wir werden mit der Zeit unseren Platz in der Beziehung finden, denn wir lieben uns."
Stumm umfasse ich seinen Nacken, ziehe mich hoch und gebe ihm einen Kuss, den er erwidert und mit Zungenspiel garniert. Ich bin ein glücklicher Mensch! Thaye wird es ebenso ergehen. Im Augenblick bin ich auch der Überzeugung, dass unsere Liebe ewig währt.
* * *
"Ich habe eben meditiert, ist das richtig?"
Thaye nickt.
"Es war eine Vorstufe der Meditation..." erklärt er mir.
"Und ich habe zwei Frauen gesehen: Kurz eine ältere Hawaiianerin, die dann verblasste und anschließend eine Asiatin, nur wenig älter als ich und schwanger."
"Du hast dich in die Vergangenheit dieses Ortes zurückversetzt, mein Schatz. Dabei hast du zuerst meine Tante gesehen und schließlich Yong Tai. Tante Anne ist verblasst, weil sie Träger der Seele von Yong Tai war."
"Ah, deshalb hat die Asiatin zuerst zwei Finger gehoben, dann die Hand abgedeckt und schließlich nur noch einen erhobenen Finger gezeigt."
Thaye nickt und meint:
"Das könnte die Zeichensprache bedeuten!"
"Und was bedeutet das jetzt für uns?" frage ich ihn.
Ich blicke ihn erwartungsvoll an.
"Wir führen die Liebe meines Großvaters in mir und seiner großen Liebe in dir weiter," ist er sich sicher. "Unsere Liebe währt ewig!"
Wieder beugt er sich zu mir herunter. Ich rutsche von seinen Oberschenkeln und er legt sich neben mich auf die Seite, stützt sich mit dem Ellbogen ab und beobachtet mich verliebt.
Ich schaue in den Himmel und beobachte die Wolken.
"Was ist, wenn wir einmal nicht einer Meinung sind? Kommt es dann zum Streit? Wirst du mich dann verlassen?"
Thaye lächelt und sagt:
"Wir sind asiatisch erzogen und haben lange im europäischen Kulturraum gelebt. Deine letzten Fragen entspringen der Sorge, die eine europäische Frau umtreibt! Aber auch für europäische Frauen, wie deine früheren Mitstudentinnen gilt: Streit kann aus einer Lapalie entstehen. Erst einmal sollte man sich beruhigen, dann beim Gegenüber entschuldigen und schließlich darüber sprechen, was der Auslöser war und wie man sich in Zukunft verhält.
Frauen im asiatischen Kulturraum lassen sich meist von ihren Ehemännern führen, bedienen ihn und achten darauf, dass es der Familie gut geht. Außerhalb der Familie, gegenüber Fremden wechseln sie vom Charakter eines Lammes zum Charakter einer Löwin, wenn es gilt sich durchzusetzen zum Wohle der Familie.
Und natürlich gibt es noch unzählige Facetten zwischen diesen Polen. Wo unsere Reise hingeht, wird sich zeigen, geliebte Minh! Wir werden mit der Zeit unseren Platz in der Beziehung finden, denn wir lieben uns."
Stumm umfasse ich seinen Nacken, ziehe mich hoch und gebe ihm einen Kuss, den er erwidert und mit Zungenspiel garniert. Ich bin ein glücklicher Mensch! Thaye wird es ebenso ergehen. Im Augenblick bin ich auch der Überzeugung, dass unsere Liebe ewig währt.
* * *
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Donnerstag, 24. März 2022
Doch die Liebe währet ewiglich -59
mariant, 10:56h
'Dies ist ein idealer Ort für ein Picknick', denke ich bei mir!
Thaye holt die Decke aus dem Auto und breitet sie in einiger Entfernung vom SUV aus. Danach trägt er den Korb dorthin und setzt ihn mitten auf die Decke. Nun öffnet er die Beifahrertür und hebt mich aus dem Auto, um mich auf der Decke abzusetzen.
Er sichert anschließend das Fahrzeug und setzt sich mir gegenüber auf die Decke. Während er mich bedient, frage ich ihn, leicht verunsichert:
"Thaye, dieser Platz hier... Die abschüssige Wiese mit dem Wasserfall im Hintergrund... Ich weiß, es klingt verrückt, hier zu sitzen kommt mir irgendwie vertraut vor... Weißt du da mehr darüber?"
"Schatz, horche in dich hinein... Schließe die Augen, lasse die Umgebung hier auf dich wirken und fühle dem Klang des Namens 'Yong Tai' nach. Assoziiere den Namen einmal nicht mit der Foundation, sondern stelle dir in Gedanken eine Person dieses Namens vor. Was fühlst du?"
Ich versuche es, schließe die Augen, nehmen den Duft und die Geräusche der Umgebung auf und sehe plötzlich eine ältere Frau vor meinem inneren Auge, die meiner ehrenwerten Schwiegermutter sehr ähnlich sieht. Auch sie ist eindeutig eine native Hawaiian. Sie lächelt mir zu. Aber die Erscheinung verblasst wieder, lässt sich nicht festhalten. Als man das Gesicht nicht mehr erkennen kann, kehrt sich die Entwicklung um.
Jetzt wird eine andere Frau immer deutlicher vor meinem inneren Auge. Es ist eine Asiatin wie ich, ein wenig älter nur und hochschwanger. Auch diese Frau lächelt mir zu. Sie nickt, als ich 'Yong Tai' gedanklich artikuliere, und verbeugt sich leicht. Sie zeigt auf sich und dann von sich weg. Ich habe den Eindruck, als zeigt sie auf mich. Dabei hält sie zwei Finger der anderen Hand hoch, schaut darauf, schüttelt den Kopf und bedeckt die beiden Finger mit der anderen Hand. Anschließend zieht sie die Hand weg und zeigt nur noch den hochgereckten Daumen der anderen Hand. Dann macht sie eine Geste, als will sie mich einladen, in ihre Arme zu kommen, mich von ihr umarmen zu lassen.
In diesem Moment schlage ich die Augen wieder auf und schaue Thaye verstört an. Ich erzähle ihm, was ich gesehen habe und er lächelt mich verliebt an.
"Ich könnte jetzt aufspringen, den Hang ein kurzes Stück hinunterlaufen und mich dann fallenlassen, als wäre ich über etwas gestolpert. Ich würde nicht mehr aufstehen... Was ginge da in dir vor? Was würdest du tun?"
"Wahrscheinlich würde ich nach dir rufen und in Sorge um dich zu dir hinrobben, da ich mich nicht traue hier auf der Wiese aufrecht zu gehen. Unterwegs würde ich bestimmt immer wieder nach dir rufen. Mein Herz würde aussetzen. Ich hätte Angst um dich!"
"Halt!" ruft er aus. "Lass die Phantasie nicht zu sehr mit dir durchgehen!"
"Thaye!" antworte ich ihm empört. "Das ist keine Phantasie! Du hast mich gefragt und ich habe dir ehrlich geantwortet!"
"Ich weiß es ja," meint er versöhnlich und zieht so an meiner Schulter, dass ich auf seinen Oberschenkeln zu Liegen komme.
"Schau mal," sagt er nun, während er mir zärtlich eine Haarsträhne aus der Stirn schiebt. "Du hast sicher schon einmal den Spruch gehört 'Die Liebe ist die stärkste Macht im Universum. Sie verbindet über den Tod hinaus.'"
"Ich liebe dich auch, Thaye!" flüstere ich.
Thaye hebt mich etwas an und beugt sich gleichzeitig zu mir herunter. Ich umfasse seinen Nacken mit meinen Armen und wir küssen uns innig. Die Welt um uns versinkt in Bedeutungslosigkeit. Nur wir Zwei sind jetzt wichtig.
Danach lässt er mich wieder auf seine Oberschenkel zurücksinken und redet weiter:
"Vor vielen Jahren hat mein ehrenwerter Großvater, Lama Kyobpa, seiner Frau Yong Tai versprochen, dass er sie ewig lieben würde. Durch einen feigen Anschlag verstarb seine große Liebe viel zu früh. Sie war da hochschwanger, sollte in wenigen Tagen ihr Baby zur Welt bringen. Lama Kyobpa suchte nach ihrer Wiedergeburt und fand Zwillinge in einem Kinderheim, die die Prüfungen bestanden. Mit ihnen baute er das Internat auf.
Ein Zwilling heiratete und bekam neun Monate nach Lama Kyobpas Heimgang einen Sohn. Der andere Zwilling, die Patentante, ließ den Jungen prüfen, ob er vielleicht die Wiedergeburt ihres geliebten Daddys sei. Die Prüfung fiel positiv aus. Wenige Jahre darauf wachte auch sie aus einer tiefen Meditation nicht mehr auf. Dann traf der Junge, in dem Lama Kyobpa weiterleben soll, ein Mädchen, das neun Monate nach dem Heimgang seiner Tante geboren worden war.
Die, inzwischen junge Frau, wurde diskret getestet. Der Junge war sich einigermaßen sicher und heiratete die junge Frau. Nicht nur in Europa, auch und gerade hier auf Hawaii gibt es spirituelle Orte, die an die große Liebe des Paares erinnern. Nur eine bestimmte junge Frau kann dort ihre früheren Wesenheiten treffen..."
Thaye holt die Decke aus dem Auto und breitet sie in einiger Entfernung vom SUV aus. Danach trägt er den Korb dorthin und setzt ihn mitten auf die Decke. Nun öffnet er die Beifahrertür und hebt mich aus dem Auto, um mich auf der Decke abzusetzen.
Er sichert anschließend das Fahrzeug und setzt sich mir gegenüber auf die Decke. Während er mich bedient, frage ich ihn, leicht verunsichert:
"Thaye, dieser Platz hier... Die abschüssige Wiese mit dem Wasserfall im Hintergrund... Ich weiß, es klingt verrückt, hier zu sitzen kommt mir irgendwie vertraut vor... Weißt du da mehr darüber?"
"Schatz, horche in dich hinein... Schließe die Augen, lasse die Umgebung hier auf dich wirken und fühle dem Klang des Namens 'Yong Tai' nach. Assoziiere den Namen einmal nicht mit der Foundation, sondern stelle dir in Gedanken eine Person dieses Namens vor. Was fühlst du?"
Ich versuche es, schließe die Augen, nehmen den Duft und die Geräusche der Umgebung auf und sehe plötzlich eine ältere Frau vor meinem inneren Auge, die meiner ehrenwerten Schwiegermutter sehr ähnlich sieht. Auch sie ist eindeutig eine native Hawaiian. Sie lächelt mir zu. Aber die Erscheinung verblasst wieder, lässt sich nicht festhalten. Als man das Gesicht nicht mehr erkennen kann, kehrt sich die Entwicklung um.
Jetzt wird eine andere Frau immer deutlicher vor meinem inneren Auge. Es ist eine Asiatin wie ich, ein wenig älter nur und hochschwanger. Auch diese Frau lächelt mir zu. Sie nickt, als ich 'Yong Tai' gedanklich artikuliere, und verbeugt sich leicht. Sie zeigt auf sich und dann von sich weg. Ich habe den Eindruck, als zeigt sie auf mich. Dabei hält sie zwei Finger der anderen Hand hoch, schaut darauf, schüttelt den Kopf und bedeckt die beiden Finger mit der anderen Hand. Anschließend zieht sie die Hand weg und zeigt nur noch den hochgereckten Daumen der anderen Hand. Dann macht sie eine Geste, als will sie mich einladen, in ihre Arme zu kommen, mich von ihr umarmen zu lassen.
In diesem Moment schlage ich die Augen wieder auf und schaue Thaye verstört an. Ich erzähle ihm, was ich gesehen habe und er lächelt mich verliebt an.
"Ich könnte jetzt aufspringen, den Hang ein kurzes Stück hinunterlaufen und mich dann fallenlassen, als wäre ich über etwas gestolpert. Ich würde nicht mehr aufstehen... Was ginge da in dir vor? Was würdest du tun?"
"Wahrscheinlich würde ich nach dir rufen und in Sorge um dich zu dir hinrobben, da ich mich nicht traue hier auf der Wiese aufrecht zu gehen. Unterwegs würde ich bestimmt immer wieder nach dir rufen. Mein Herz würde aussetzen. Ich hätte Angst um dich!"
"Halt!" ruft er aus. "Lass die Phantasie nicht zu sehr mit dir durchgehen!"
"Thaye!" antworte ich ihm empört. "Das ist keine Phantasie! Du hast mich gefragt und ich habe dir ehrlich geantwortet!"
"Ich weiß es ja," meint er versöhnlich und zieht so an meiner Schulter, dass ich auf seinen Oberschenkeln zu Liegen komme.
"Schau mal," sagt er nun, während er mir zärtlich eine Haarsträhne aus der Stirn schiebt. "Du hast sicher schon einmal den Spruch gehört 'Die Liebe ist die stärkste Macht im Universum. Sie verbindet über den Tod hinaus.'"
"Ich liebe dich auch, Thaye!" flüstere ich.
Thaye hebt mich etwas an und beugt sich gleichzeitig zu mir herunter. Ich umfasse seinen Nacken mit meinen Armen und wir küssen uns innig. Die Welt um uns versinkt in Bedeutungslosigkeit. Nur wir Zwei sind jetzt wichtig.
Danach lässt er mich wieder auf seine Oberschenkel zurücksinken und redet weiter:
"Vor vielen Jahren hat mein ehrenwerter Großvater, Lama Kyobpa, seiner Frau Yong Tai versprochen, dass er sie ewig lieben würde. Durch einen feigen Anschlag verstarb seine große Liebe viel zu früh. Sie war da hochschwanger, sollte in wenigen Tagen ihr Baby zur Welt bringen. Lama Kyobpa suchte nach ihrer Wiedergeburt und fand Zwillinge in einem Kinderheim, die die Prüfungen bestanden. Mit ihnen baute er das Internat auf.
Ein Zwilling heiratete und bekam neun Monate nach Lama Kyobpas Heimgang einen Sohn. Der andere Zwilling, die Patentante, ließ den Jungen prüfen, ob er vielleicht die Wiedergeburt ihres geliebten Daddys sei. Die Prüfung fiel positiv aus. Wenige Jahre darauf wachte auch sie aus einer tiefen Meditation nicht mehr auf. Dann traf der Junge, in dem Lama Kyobpa weiterleben soll, ein Mädchen, das neun Monate nach dem Heimgang seiner Tante geboren worden war.
Die, inzwischen junge Frau, wurde diskret getestet. Der Junge war sich einigermaßen sicher und heiratete die junge Frau. Nicht nur in Europa, auch und gerade hier auf Hawaii gibt es spirituelle Orte, die an die große Liebe des Paares erinnern. Nur eine bestimmte junge Frau kann dort ihre früheren Wesenheiten treffen..."
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Mittwoch, 23. März 2022
Doch die Liebe währet ewiglich -58
mariant, 11:18h
Anschließend verteilt das Hochzeitspaar, wir, Wein und Hadas an die Gäste. Dann bitten die Kellner uns respektvoll an die Tische zurück. Sie tischen nun ein üppiges Festmahl auf, das eines Prinzen würdig wäre. Stunden nach Beginn der Hochzeit findet noch eine Zeremonie statt, bei der Seine Heiligkeit uns mit heiligem Wasser segnet. Spontan erhebe ich mich dazu aus dem Rollstuhl.
Erstaunt mache ich große Augen, als Seine Heiligkeit Thaye mit dem Titel eines Lamas anspricht. Mir werden die Knie weich. Ich hake mich bei Thaye unter, der mir aufmunternd zulächelt.
Kurz vor Schließung des Restaurants verabschieden sich die Gäste der Feier von uns. Auch meine ehrenwerten Großeltern und Eltern kommen zu uns. Sie gehen vor uns auf die Knie und drücken ihre Lippen auf unsere Handrücken. Sie benennen meinen Thaye mit dem Titel 'Seine Eminenz'; mich nennen sie 'Ihre Exzellenz'!
Ich mag das nicht und beuge mich im Rollstuhl zu ihnen vor, um sie zu umarmen. Unter Freudentränen lassen sie es zu und wir liegen uns minutenlang in den Armen.
Anschließend begleiten wir Seine Heiligkeit in ein Straßburger Hotel. Am nächsten Tag ist eine Bootsfahrt auf der Ill vorgesehen mit allen Hochzeitsgästen. Auch lassen wir uns von einem Fotografen an die verschiedenen Plätze in Straßburg führen, wo er Bilder macht, die wir den Gästen später zukommen lassen wollen.
Wir bleiben danach noch ein paar Tage in einem Zimmer, bis der Rückflug feststeht. Dann fahren wir mit dem Zug nach Paris und starten vom Flughafen Charles de Gaulle in Richtung Hawaii.
Dort angekommen fügen wir uns in das Lehrerkollegium ein. Während Thaye die Leitung des Sportunterrichtes übernimmt, soll ich das Büro seiner verstorbenen Tante Anne beziehen und mich mit den Vertrauensschülern unterhalten. Sie machen mich auf Problemschüler aufmerksam, um die ich mich besonders kümmern muss.
Es dauert ein wenig, bis ich mit den amerikanischen Gepflogenheiten klarkomme. Abends bespreche ich mit Thaje verschiedene Situationen, in denen ich mich unsicher gefühlt habe. Er nimmt mich ernst und erklärt mir, wie ich mich in einer ähnlichen Situation zukünftig verhalten kann. Dadurch lebe ich mich immer besser auf Hawaii ein.
Einen Tag soll ich mir von Terminen freihalten, schlägt er mir nach etwa einem Vierteljahr vor. Er möchte mit mir eine Inselrundfahrt machen. An besagtem Tag hat er einen Korb voller Lebensmittel in der Hand und eine Decke über eine Schulter gelegt.
Wir gehen auf den SUV Seiner Eminenz zu und Thaye füllt den Laderaum des Fahrzeugs. Anschließend öffnet er mir die Beifahrertür und lässt mich aus dem Rolli aufstehen. Nun trägt er mich an das Fahrzeug und lässt mich auf den Beifahrersitz rutschen. Danach klappt er den Rolli zusammen und verstaut ihn hinter den Vordersitzen.
Bis heute habe ich das Internat noch nicht verlassen können. Entsprechend aufgeregt bin ich jetzt. Thaye fährt mit mir über die Insel und zeigt mir die wunderschöne Natur. Ich bin der Meinung, dass man dieses Potential unbedingt schützen muss!
Wir fahren von dem Privatweg des Internats herunter. Unter uns sehen wir die Wolkenkratzer von Honolulu in den Himmel ragen. Thaye biegt in der anderen Richtung auf den Pali Highway ein. Bald befinden wir uns in den üppigen Tälern der grandiosen Natur Hawaiis.
Mit dem türkisblauen Meer in der Ferne könnte man fast denken, auf einem anderen Planeten zu sein. Thaye erklärt mir unterwegs die Natur.
Weiter im Norden erreichen wir bald die Windward Coast, wie er mir erklärt. Dort folgen wir der Küste im Uhrzeigersinn. Der zweispurige Highway bringt uns zum Sealife Park. Dort darf ich an Thayes Seite Delphine beobachten, aber auch viele Fischarten, Garnelen, Anemonen und Reptilien, die für Korallengebiete typisch sind. Am östlichsten Punkt von Oahu wandern wir vom Parkplatz aus zum Makapuu Point Lighthouse mit Blick auf die Makapuu Beach tief unter uns. Ganz klein sehen von hier oben die Wale aus, deren Atemfontänen hoch in die Luft schießen.
Gegen Mittag erreichen wir Honolulu und seinen Strand Waikiki. Dort essen wir zu Mittag. Anschließend schleppt mich Thaye noch in den Iolani-Palast, dem ehemaligen Sitz der hawaiianischen Königsfamilie und in das Bishop-Museum. In dem Museum schlendern wir an einer großen Sammlung unzähliger hawaiianischer Objekte vorbei. Eine große Kultur ist durch die amerikanische Moderne untergegangen!
Am Nachmittag fährt Thaye mit mir wieder aus Honolulu heraus. Nach nur wenigen Minuten Fahrt kommen wir in einen Regenwald. Ein Weg führt durch den Wald zu einem Wasserfall. Thaye hält neben einer Wiese mit leichtem Gefälle mit dem rauschenden Wasserfall im Hintergrund.
Erstaunt mache ich große Augen, als Seine Heiligkeit Thaye mit dem Titel eines Lamas anspricht. Mir werden die Knie weich. Ich hake mich bei Thaye unter, der mir aufmunternd zulächelt.
Kurz vor Schließung des Restaurants verabschieden sich die Gäste der Feier von uns. Auch meine ehrenwerten Großeltern und Eltern kommen zu uns. Sie gehen vor uns auf die Knie und drücken ihre Lippen auf unsere Handrücken. Sie benennen meinen Thaye mit dem Titel 'Seine Eminenz'; mich nennen sie 'Ihre Exzellenz'!
Ich mag das nicht und beuge mich im Rollstuhl zu ihnen vor, um sie zu umarmen. Unter Freudentränen lassen sie es zu und wir liegen uns minutenlang in den Armen.
Anschließend begleiten wir Seine Heiligkeit in ein Straßburger Hotel. Am nächsten Tag ist eine Bootsfahrt auf der Ill vorgesehen mit allen Hochzeitsgästen. Auch lassen wir uns von einem Fotografen an die verschiedenen Plätze in Straßburg führen, wo er Bilder macht, die wir den Gästen später zukommen lassen wollen.
Wir bleiben danach noch ein paar Tage in einem Zimmer, bis der Rückflug feststeht. Dann fahren wir mit dem Zug nach Paris und starten vom Flughafen Charles de Gaulle in Richtung Hawaii.
Dort angekommen fügen wir uns in das Lehrerkollegium ein. Während Thaye die Leitung des Sportunterrichtes übernimmt, soll ich das Büro seiner verstorbenen Tante Anne beziehen und mich mit den Vertrauensschülern unterhalten. Sie machen mich auf Problemschüler aufmerksam, um die ich mich besonders kümmern muss.
Es dauert ein wenig, bis ich mit den amerikanischen Gepflogenheiten klarkomme. Abends bespreche ich mit Thaje verschiedene Situationen, in denen ich mich unsicher gefühlt habe. Er nimmt mich ernst und erklärt mir, wie ich mich in einer ähnlichen Situation zukünftig verhalten kann. Dadurch lebe ich mich immer besser auf Hawaii ein.
Einen Tag soll ich mir von Terminen freihalten, schlägt er mir nach etwa einem Vierteljahr vor. Er möchte mit mir eine Inselrundfahrt machen. An besagtem Tag hat er einen Korb voller Lebensmittel in der Hand und eine Decke über eine Schulter gelegt.
Wir gehen auf den SUV Seiner Eminenz zu und Thaye füllt den Laderaum des Fahrzeugs. Anschließend öffnet er mir die Beifahrertür und lässt mich aus dem Rolli aufstehen. Nun trägt er mich an das Fahrzeug und lässt mich auf den Beifahrersitz rutschen. Danach klappt er den Rolli zusammen und verstaut ihn hinter den Vordersitzen.
Bis heute habe ich das Internat noch nicht verlassen können. Entsprechend aufgeregt bin ich jetzt. Thaye fährt mit mir über die Insel und zeigt mir die wunderschöne Natur. Ich bin der Meinung, dass man dieses Potential unbedingt schützen muss!
Wir fahren von dem Privatweg des Internats herunter. Unter uns sehen wir die Wolkenkratzer von Honolulu in den Himmel ragen. Thaye biegt in der anderen Richtung auf den Pali Highway ein. Bald befinden wir uns in den üppigen Tälern der grandiosen Natur Hawaiis.
Mit dem türkisblauen Meer in der Ferne könnte man fast denken, auf einem anderen Planeten zu sein. Thaye erklärt mir unterwegs die Natur.
Weiter im Norden erreichen wir bald die Windward Coast, wie er mir erklärt. Dort folgen wir der Küste im Uhrzeigersinn. Der zweispurige Highway bringt uns zum Sealife Park. Dort darf ich an Thayes Seite Delphine beobachten, aber auch viele Fischarten, Garnelen, Anemonen und Reptilien, die für Korallengebiete typisch sind. Am östlichsten Punkt von Oahu wandern wir vom Parkplatz aus zum Makapuu Point Lighthouse mit Blick auf die Makapuu Beach tief unter uns. Ganz klein sehen von hier oben die Wale aus, deren Atemfontänen hoch in die Luft schießen.
Gegen Mittag erreichen wir Honolulu und seinen Strand Waikiki. Dort essen wir zu Mittag. Anschließend schleppt mich Thaye noch in den Iolani-Palast, dem ehemaligen Sitz der hawaiianischen Königsfamilie und in das Bishop-Museum. In dem Museum schlendern wir an einer großen Sammlung unzähliger hawaiianischer Objekte vorbei. Eine große Kultur ist durch die amerikanische Moderne untergegangen!
Am Nachmittag fährt Thaye mit mir wieder aus Honolulu heraus. Nach nur wenigen Minuten Fahrt kommen wir in einen Regenwald. Ein Weg führt durch den Wald zu einem Wasserfall. Thaye hält neben einer Wiese mit leichtem Gefälle mit dem rauschenden Wasserfall im Hintergrund.
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