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Samstag, 26. Februar 2022
Doch die Liebe währet ewiglich -33
mariant, 10:16h
Bald neigt sich die Woche ihrem Ende zu, in der Anne und Andrea zur Probe bei mir wohnen. Ich muss sie wieder zum Kinderheim zurückbringen und dort die Adoption in die Wege leiten. Am letzten Tag fahren wir nachmittags zu einem Indoor-Playground 'Funworld'. Dort gibt es ein dreidimensionales Labyrinth aus einem Klettergerüst und verschiedenen gewundenen Röhren. Das alles ist über einem riesigen Kissen mit Gummihaut errichtet.
Wir Erwachsene haben dort keinen Zutritt. Also habe ich mich an einen der Tische daneben gesetzt, drei Gläser Saft bestellt und versuche den Mädchen mit meinen Blicken zu folgen. Immer wieder entschwinden sie meinen Blicken. Dann sehe ich sie wieder. Sie winken mir kurz zu, lächeln glücklich und sind danach wieder in einer der Röhren verschwunden.
Am nächsten Morgen fahren wir wieder ins Kinderheim zurück. Wir gehen gleich ins Büro.
"Ah, Mister Mann, da sind sie ja!" begrüßt mich die Angestellte und fragt die Mädchen:
"Hi, wie hat es euch denn gefallen bei Mister Mann?"
Andrea ist wieder die Erste, die antwortet.
"He is a good man! We have a room for our own. He read fearys in the evening before we sleep!"
Nun erhebt sie sich, kommt hinter ihrem Schreibtisch hervor und sagt zu mir:
"Wir sollten zur Mutter Oberin gehen. Sie erledigt das Weitere. Sie sind sich sicher, dass sie auf lange Sicht mit Anne und Andrea klarkommen?"
Ich bestätige ihr das. Man spürt, dass die Angestellte sehr aufgeregt ist. Sie taxiert mich und die Mädchen auf dem Weg zum Büro der Oberin mehrfach verstohlen mit großen Augen. Anscheinend vergleicht sie dabei die früheren erfolglosen Adoptionsversuche mit unserem heutigen Auftreten. Anne geht diszipliniert an meiner Hand, während Andrea an meiner rechten Seite neben dem Koffer hergeht, den ich trotz allem mit zurückgenommen habe.
Als wir das Büro der Mutter Oberin in solch trauter Eintracht betreten, fragt sie, erwartungsvoll lächelnd:
"Hallo, Mister Mann! Und? Wie war die Woche mit den Wildfängen?"
Ich muss lachen.
"Absolut harmonisch, Schwester Mary! Nur auf der Fahrt hierher waren sie still... Haben sie die Adoptionspapiere bereit?"
Die feingliedrigen Hände der Schwester zittern leicht, als sie in eine Schreibtischschublade greift. Sie holt Formulare daraus hervor und füllt sie mit meiner Hilfe aus. Die Mädchen sitzen derweil ruhig auf zwei Stühlen und beobachten genau, was wir tun. Schließlich sind wir fertig. Schwester Mary hat zwischendurch immer wieder zu den Mädchen hingeschaut und dabei unmerklich mit dem Kopf geschüttelt. Sie sagt nun, dass sie die Formulare an die staatlichen Stellen weitergibt und ich abschließend von dort schriftlich informiert werde.
Als wir uns erheben und zum Abschied die Hand schütteln, rutschen die Mädchen von ihren Stühlen und kommen auf mich zugelaufen.
"Daddy, jetzt fahren wir aber in den Tierpark!" erinnert mich Andrea an mein Versprechen von heute Morgen, während Anne sich an mich drückt.
Ich fahre Andrea zart über ihren Kopf und nehme Anne auf den Arm. Dann verlassen wir das Kinderheim. Ich lächele glücklich. Unser jetziges Auftreten im Unterschied zum früheren Gebaren der Zwillinge verursacht bestimmt eine Menge Gesprächsstoff unter dem Personal des Heims.
Wie vereinbart, lenke ich den Wagen vom Kinderheim zum Zoo. Der Hololulu Zoo befindet sich im Kapiolani Park zwischen Waikiki Beach und Diamond Head. Der Eintritt ist nicht teuer und für den Parkplatz werden nur geringe Gebühren pro Stunde erhoben.
Nachdem ich den Wagen abgestellt habe, gehen wir zuerst etwas essen, bevor wir den Zoo betreten. Am Eingang löse ich dann die Tickets für uns drei. Farbenprächtige Flamingos heißen uns willkommen, sobald wir das Gelände des Zoos betreten. Ganz in der Nähe stellen eine Unzahl weiterer tropischer Vogelarten ihr leuchtendes Gefieder zur Schau.
Ein Stück weiter begegnen wir Reptilien wie Komodowarane, Krokodile und Leguane. Die Zwillinge machen große Augen. Sie sind sehr beeindruckt. Aber weiter geht?s. Danach können wir Giraffen, Erdmännchen, Geparden und Erdferkeln einen Besuch abstatten. Überall bleiben die Mädchen stehen, schauen sich alles genau an und zeigen mir, wie überwältigt sie sind.
Nacheinander spazieren wir vom Tropical Forest -Tropenwald-, zu den Pacific Islands -Pazifik-Inseln- und schließlich zur African Savannah -afrikanische Savanne-. Die Gehege der insgesamt 1200 Tiere sind ihren natürlichen Lebensräumen so genau wie möglich nachempfunden worden. Auch dieses Umfeld verzaubert Anne und Andrea sehr. In den Zoo Gardens, dem angeschlossenen botanischen Garten, können sie die einheimische Flora und Fauna von Hawaii bewundern.
Als wir in der Mitte des Zoos angekommen sind, sind die Beiden kaum noch zu halten. Dort befindet sich der beliebte 'Keiki Zoo', der Kinderzoo. Viele Kinder wuseln hier herum und freunden sich mit verschiedenen Tieren an, darunter Hängebauchschweine, Schildkröten und Lamas. In der Nähe befinden sich ein Spielplatz und das stets beliebte Tigergehege.
Hier stelle ich fest, dass der Zoo das Mitbringen eigener Speisen und alkoholfreier Getränke erlaubt. Es gibt hier auch einen 'Kapahulu Market', auf dem verschiedene Lunch-Portionen für jeden Geschmack angeboten werden. Ich kaufe den Mädchen und mir je ein Getränk und stelle fest, dass wir es uns während der Dauer unseres Besuchs kostenlos nachfüllen können.
Als wir den Zoo verlassen wird es schon dunkel. Zuhause angekommen, können die Mädchen noch nicht schlafen, so aufgekratzt sind sie. Ich setze mich also neben ihr Bett und lasse sie erzählen bis sie müde werden.
Bald sind meine finanziellen Angelegenheiten soweit geregelt sind, dass Yong Tais Vermögen selbst unter Berücksichtigung der Geldentwertung in 17 bis 20 Jahren doppelt so viel wert sein wird. Auch sind die Adoptionspapiere inzwischen angekommen. Die Mädchen haben neue Ausweise erhalten. Über all dem bin ich froh, dass ich vor Jahren mit Hilfe des Chefs von Yong Tai die amerikanische Staatsbürgerschaft bekommen habe. Sonst hätte ich die Mädchen wahrscheinlich nicht adoptieren können.
Dann buche ich Flugtickets für uns über San Franzisko und New York nach Frankfurt. Ich will Lama Rinpoche, meinen Mentor aufsuchen und mit ihm über Anne und Andreas Zukunft reden. Der Khenchen Lama in Deutschland macht mich auf das Kloster der Sakya-Schule im Elsaß aufmerksam. Das ist nun keine 10.000 Kilometer entfernt, wie das Kloster, indem Lama Rinpoche ausgebildet worden ist.
Wir Erwachsene haben dort keinen Zutritt. Also habe ich mich an einen der Tische daneben gesetzt, drei Gläser Saft bestellt und versuche den Mädchen mit meinen Blicken zu folgen. Immer wieder entschwinden sie meinen Blicken. Dann sehe ich sie wieder. Sie winken mir kurz zu, lächeln glücklich und sind danach wieder in einer der Röhren verschwunden.
Am nächsten Morgen fahren wir wieder ins Kinderheim zurück. Wir gehen gleich ins Büro.
"Ah, Mister Mann, da sind sie ja!" begrüßt mich die Angestellte und fragt die Mädchen:
"Hi, wie hat es euch denn gefallen bei Mister Mann?"
Andrea ist wieder die Erste, die antwortet.
"He is a good man! We have a room for our own. He read fearys in the evening before we sleep!"
Nun erhebt sie sich, kommt hinter ihrem Schreibtisch hervor und sagt zu mir:
"Wir sollten zur Mutter Oberin gehen. Sie erledigt das Weitere. Sie sind sich sicher, dass sie auf lange Sicht mit Anne und Andrea klarkommen?"
Ich bestätige ihr das. Man spürt, dass die Angestellte sehr aufgeregt ist. Sie taxiert mich und die Mädchen auf dem Weg zum Büro der Oberin mehrfach verstohlen mit großen Augen. Anscheinend vergleicht sie dabei die früheren erfolglosen Adoptionsversuche mit unserem heutigen Auftreten. Anne geht diszipliniert an meiner Hand, während Andrea an meiner rechten Seite neben dem Koffer hergeht, den ich trotz allem mit zurückgenommen habe.
Als wir das Büro der Mutter Oberin in solch trauter Eintracht betreten, fragt sie, erwartungsvoll lächelnd:
"Hallo, Mister Mann! Und? Wie war die Woche mit den Wildfängen?"
Ich muss lachen.
"Absolut harmonisch, Schwester Mary! Nur auf der Fahrt hierher waren sie still... Haben sie die Adoptionspapiere bereit?"
Die feingliedrigen Hände der Schwester zittern leicht, als sie in eine Schreibtischschublade greift. Sie holt Formulare daraus hervor und füllt sie mit meiner Hilfe aus. Die Mädchen sitzen derweil ruhig auf zwei Stühlen und beobachten genau, was wir tun. Schließlich sind wir fertig. Schwester Mary hat zwischendurch immer wieder zu den Mädchen hingeschaut und dabei unmerklich mit dem Kopf geschüttelt. Sie sagt nun, dass sie die Formulare an die staatlichen Stellen weitergibt und ich abschließend von dort schriftlich informiert werde.
Als wir uns erheben und zum Abschied die Hand schütteln, rutschen die Mädchen von ihren Stühlen und kommen auf mich zugelaufen.
"Daddy, jetzt fahren wir aber in den Tierpark!" erinnert mich Andrea an mein Versprechen von heute Morgen, während Anne sich an mich drückt.
Ich fahre Andrea zart über ihren Kopf und nehme Anne auf den Arm. Dann verlassen wir das Kinderheim. Ich lächele glücklich. Unser jetziges Auftreten im Unterschied zum früheren Gebaren der Zwillinge verursacht bestimmt eine Menge Gesprächsstoff unter dem Personal des Heims.
Wie vereinbart, lenke ich den Wagen vom Kinderheim zum Zoo. Der Hololulu Zoo befindet sich im Kapiolani Park zwischen Waikiki Beach und Diamond Head. Der Eintritt ist nicht teuer und für den Parkplatz werden nur geringe Gebühren pro Stunde erhoben.
Nachdem ich den Wagen abgestellt habe, gehen wir zuerst etwas essen, bevor wir den Zoo betreten. Am Eingang löse ich dann die Tickets für uns drei. Farbenprächtige Flamingos heißen uns willkommen, sobald wir das Gelände des Zoos betreten. Ganz in der Nähe stellen eine Unzahl weiterer tropischer Vogelarten ihr leuchtendes Gefieder zur Schau.
Ein Stück weiter begegnen wir Reptilien wie Komodowarane, Krokodile und Leguane. Die Zwillinge machen große Augen. Sie sind sehr beeindruckt. Aber weiter geht?s. Danach können wir Giraffen, Erdmännchen, Geparden und Erdferkeln einen Besuch abstatten. Überall bleiben die Mädchen stehen, schauen sich alles genau an und zeigen mir, wie überwältigt sie sind.
Nacheinander spazieren wir vom Tropical Forest -Tropenwald-, zu den Pacific Islands -Pazifik-Inseln- und schließlich zur African Savannah -afrikanische Savanne-. Die Gehege der insgesamt 1200 Tiere sind ihren natürlichen Lebensräumen so genau wie möglich nachempfunden worden. Auch dieses Umfeld verzaubert Anne und Andrea sehr. In den Zoo Gardens, dem angeschlossenen botanischen Garten, können sie die einheimische Flora und Fauna von Hawaii bewundern.
Als wir in der Mitte des Zoos angekommen sind, sind die Beiden kaum noch zu halten. Dort befindet sich der beliebte 'Keiki Zoo', der Kinderzoo. Viele Kinder wuseln hier herum und freunden sich mit verschiedenen Tieren an, darunter Hängebauchschweine, Schildkröten und Lamas. In der Nähe befinden sich ein Spielplatz und das stets beliebte Tigergehege.
Hier stelle ich fest, dass der Zoo das Mitbringen eigener Speisen und alkoholfreier Getränke erlaubt. Es gibt hier auch einen 'Kapahulu Market', auf dem verschiedene Lunch-Portionen für jeden Geschmack angeboten werden. Ich kaufe den Mädchen und mir je ein Getränk und stelle fest, dass wir es uns während der Dauer unseres Besuchs kostenlos nachfüllen können.
Als wir den Zoo verlassen wird es schon dunkel. Zuhause angekommen, können die Mädchen noch nicht schlafen, so aufgekratzt sind sie. Ich setze mich also neben ihr Bett und lasse sie erzählen bis sie müde werden.
Bald sind meine finanziellen Angelegenheiten soweit geregelt sind, dass Yong Tais Vermögen selbst unter Berücksichtigung der Geldentwertung in 17 bis 20 Jahren doppelt so viel wert sein wird. Auch sind die Adoptionspapiere inzwischen angekommen. Die Mädchen haben neue Ausweise erhalten. Über all dem bin ich froh, dass ich vor Jahren mit Hilfe des Chefs von Yong Tai die amerikanische Staatsbürgerschaft bekommen habe. Sonst hätte ich die Mädchen wahrscheinlich nicht adoptieren können.
Dann buche ich Flugtickets für uns über San Franzisko und New York nach Frankfurt. Ich will Lama Rinpoche, meinen Mentor aufsuchen und mit ihm über Anne und Andreas Zukunft reden. Der Khenchen Lama in Deutschland macht mich auf das Kloster der Sakya-Schule im Elsaß aufmerksam. Das ist nun keine 10.000 Kilometer entfernt, wie das Kloster, indem Lama Rinpoche ausgebildet worden ist.
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Freitag, 25. Februar 2022
Doch die Liebe währet ewiglich -32
mariant, 11:29h
Die Mädchen folgen mir still, schauen sich die Gegend aber interessiert an. Kurz darauf stehen wir vor der Tür des Appartements 1215, das ich für die Dauer meines Aufenthaltes gemietet habe. Ich öffne und lasse die Mädchen an mir vorbei eintreten. Nachdem ich die Wohnungstür hinter mir geschlossen habe, laufen Anne und Andrea los und erkunden die Wohnung.
Neben der kleinen Garderobe öffnen sie die erste Tür seitlich und staunen über das große Badezimmer. Kurz darauf erobern sie den Livingroom mit einer großen Sitzlandschaft und Riesen-Bildschirm an der Wand. Die Mädchen machen große Augen.
"Is this your own Cinema?" fragt Andrea.
Ich muss lächeln und antworte ihr:
"Yeah, I can show you lots of movies, if you want..."
"Yeahhh!" Sie wirft sich auf die zur Sitzlandschaft gehörende Couch und schaut mich schuldbewusst an. Etwas schüchterner kommt nun die Frage:
"Do you have 'Bugs Bunny'?"
Innerlich grinsend bestätige ich ihr das. Disneys Zeichentrickfilme kommen wohl nie aus der Mode. Ich nehme die Fernbedienung vom Coffeetable und wähle den Disneykanal. Anne krabbelt nun auch auf die Couch, auf die ich mich inzwischen ebenfalls gesetzt habe.
Während sie sich bei mir anlehnt und ich nach einer Weile meinen Arm um ihre Schultern gelegt habe, liegt Andrea auf dem Bauch, stützt ihr Kinn in ihre Hände und streckt ihre Füße in die Luft. Darüber vergehen die ersten zwanzig Minuten, solange der Zeichentrickfilm dauert.
Anschließend klettert Andrea als erste von der Couch und entdeckt das Schlafzimmer. Da ich das Appartement möbliert gemietet habe, steht dort in der Raummitte ein Doppelbett. Wie im Livingroom besteht auch hier die Außenwand aus einem raumhohen Fenster aus Spezialglas. In beiden Räumen wird die Fensterwand von einer Glastür unterbrochen, die auf einen Balkon hinausführt, der so breit ist, wie das Appartement selbst.
Auch das muss Andrea natürlich sofort ausprobieren. Schnell bin ich hinter ihr her und sage:
"Bitte nicht auf das Balkongeländer klettern, Andrea! Du würdest mich sonst sehr traurig machen, solltest du abstürzen. Und natürlich wird Anne noch trauriger sein!"
"Okay, Daddy!" antwortet sie und drückt meinen Oberschenkel kurz, bevor sie wieder ins Schlafzimmer zurückläuft.
Einen Moment bleibe ich auf dem Balkon zurück. Eine Glückswelle schwappt über mir zusammen. 'Daddy' hat sie gesagt! Ich könnte in diesem Moment die ganze Welt umarmen...
Dann folge ich ihr. Andrea ist in der Zwischenzeit weitergelaufen und kommt mir nun in Begleitung ihrer Schwester entgegen.
"Where will we sleep?" fragt sie nun.
"You both sleep in this big bed. I will sleep in the living room," antworte ich ihr. "Aber das ist nur vorübergehend! Wir werden bald eine weite Reise machen..."
"Where?" kommt sofort ihre nächste Frage.
"We will look at Europe!" gebe ich etwas nebulös bekannt.
Nun meldet sich Anne:
"I'm hungry..."
Ich nicke und frage zurück:
"Was habt ihr im Kinderheim mittags zu essen bekommen?"
"Hmm," macht Andrea.
Wieder muss ich innerlich grinsen. Nun frage ich erwartungsvoll:
"Was möchtet ihr denn essen?"
"Hamburger with french fries!" ruft Andrea spontan aus.
Natürlich! Eben, während des Zeichentrickfilms wurde dies beworben. Nun muss Andrea das auch ausprobieren. Es ist etwas ganz anderes, als das Essen im Kinderheim!
Ich rufe die Speisekarte einer bekannten Hamburger-Kette auf den Bildschirm und lasse die Mädchen auswählen. Danach wähle ich auch ein Menü vom Bildschirm und rufe dann die nächste Filiale an. Dort gebe ich die Bestellung an und nenne meine Adresse. Eine halbe Stunde später klingelt der Bote an der Tür. Ich nehme ihm die Tüte ab und halte meine Kreditkarte an sein Lesegerät.
Freundlich lächelnd und mit einem "Enjoy your meal -Guten Appetit-" verabschiedet er sich. Ich bringe die Tüte an den Couchtisch und verteile den Inhalt vor den Mädchen. Eine kleine Flasche Cola findet sich auch darin. Also bringe ich noch drei Gläser an den Tisch und gehe in den 'Schneidersitz' gegenüber der Couch, auf der jetzt beide Mädchen sitzen.
Nach dem Essen bringe ich die leeren Schachteln in die Küche. Dann frage ich die Beiden:
"Have you ever been to the beach?"
Statt einer vernünftigen Antwort hängen mir beide freudestrahlend am Gürtel:
"Yeah! We go to the beach!!"
Also packe ich beide wieder in den Wagen und wir fahren zur Waikiki Beach. Vor den Wellen haben sie großen Respekt, aber ich kann sie den ganzen Nachmittag mit Strandspielen beschäftigen. Auch bauen wir Sandburgen und trampeln sie wieder nieder. Die Mädchen lachen fröhlich. Zum Abschluss nehmen wir noch einen kleinen Imbiss am Strand ein, bevor wir nachhause fahren. Dort erobern sie sofort das große Bett im Schlafzimmer.
Ich ermahne sie, zuerst noch ins Bad zu kommen und sich die Zähne zu putzen. Dabei gebe ich ihnen ein Vorbild. Nachdem sie sich für die Nacht umgezogen haben und im Bett liegen, nehme ich ein Kinderbuch, das von einem fernen Prinzen mit Namen Siddharta Gautama erzählt. Ich erkläre ihnen mit einfachen Worten das Umfeld, in der die Geschichte spielt und beginne zu lesen. Darüber sind die Mädchen bald eingeschlafen.
Anschließend baue ich die Couch im Livingroom zum Bett um und bin auch bald eingeschlafen. Die nächsten Tage verlaufen alle ähnlich. In den Morgenstunden arbeite ich am Computer. Während die Mädchen Filme schauen, bespreche ich mich mit Mitarbeitern der Bank, die Yong Tais Erbe verwalten. An den Nachmittagen spiele ich mit den Mädchen am Strand und nachdem sie ausgepowert sind, lese ich ihnen aus dem Buch über Buddha kindgerechte Geschichten vor, bis sie eingeschlafen sind.
Neben der kleinen Garderobe öffnen sie die erste Tür seitlich und staunen über das große Badezimmer. Kurz darauf erobern sie den Livingroom mit einer großen Sitzlandschaft und Riesen-Bildschirm an der Wand. Die Mädchen machen große Augen.
"Is this your own Cinema?" fragt Andrea.
Ich muss lächeln und antworte ihr:
"Yeah, I can show you lots of movies, if you want..."
"Yeahhh!" Sie wirft sich auf die zur Sitzlandschaft gehörende Couch und schaut mich schuldbewusst an. Etwas schüchterner kommt nun die Frage:
"Do you have 'Bugs Bunny'?"
Innerlich grinsend bestätige ich ihr das. Disneys Zeichentrickfilme kommen wohl nie aus der Mode. Ich nehme die Fernbedienung vom Coffeetable und wähle den Disneykanal. Anne krabbelt nun auch auf die Couch, auf die ich mich inzwischen ebenfalls gesetzt habe.
Während sie sich bei mir anlehnt und ich nach einer Weile meinen Arm um ihre Schultern gelegt habe, liegt Andrea auf dem Bauch, stützt ihr Kinn in ihre Hände und streckt ihre Füße in die Luft. Darüber vergehen die ersten zwanzig Minuten, solange der Zeichentrickfilm dauert.
Anschließend klettert Andrea als erste von der Couch und entdeckt das Schlafzimmer. Da ich das Appartement möbliert gemietet habe, steht dort in der Raummitte ein Doppelbett. Wie im Livingroom besteht auch hier die Außenwand aus einem raumhohen Fenster aus Spezialglas. In beiden Räumen wird die Fensterwand von einer Glastür unterbrochen, die auf einen Balkon hinausführt, der so breit ist, wie das Appartement selbst.
Auch das muss Andrea natürlich sofort ausprobieren. Schnell bin ich hinter ihr her und sage:
"Bitte nicht auf das Balkongeländer klettern, Andrea! Du würdest mich sonst sehr traurig machen, solltest du abstürzen. Und natürlich wird Anne noch trauriger sein!"
"Okay, Daddy!" antwortet sie und drückt meinen Oberschenkel kurz, bevor sie wieder ins Schlafzimmer zurückläuft.
Einen Moment bleibe ich auf dem Balkon zurück. Eine Glückswelle schwappt über mir zusammen. 'Daddy' hat sie gesagt! Ich könnte in diesem Moment die ganze Welt umarmen...
Dann folge ich ihr. Andrea ist in der Zwischenzeit weitergelaufen und kommt mir nun in Begleitung ihrer Schwester entgegen.
"Where will we sleep?" fragt sie nun.
"You both sleep in this big bed. I will sleep in the living room," antworte ich ihr. "Aber das ist nur vorübergehend! Wir werden bald eine weite Reise machen..."
"Where?" kommt sofort ihre nächste Frage.
"We will look at Europe!" gebe ich etwas nebulös bekannt.
Nun meldet sich Anne:
"I'm hungry..."
Ich nicke und frage zurück:
"Was habt ihr im Kinderheim mittags zu essen bekommen?"
"Hmm," macht Andrea.
Wieder muss ich innerlich grinsen. Nun frage ich erwartungsvoll:
"Was möchtet ihr denn essen?"
"Hamburger with french fries!" ruft Andrea spontan aus.
Natürlich! Eben, während des Zeichentrickfilms wurde dies beworben. Nun muss Andrea das auch ausprobieren. Es ist etwas ganz anderes, als das Essen im Kinderheim!
Ich rufe die Speisekarte einer bekannten Hamburger-Kette auf den Bildschirm und lasse die Mädchen auswählen. Danach wähle ich auch ein Menü vom Bildschirm und rufe dann die nächste Filiale an. Dort gebe ich die Bestellung an und nenne meine Adresse. Eine halbe Stunde später klingelt der Bote an der Tür. Ich nehme ihm die Tüte ab und halte meine Kreditkarte an sein Lesegerät.
Freundlich lächelnd und mit einem "Enjoy your meal -Guten Appetit-" verabschiedet er sich. Ich bringe die Tüte an den Couchtisch und verteile den Inhalt vor den Mädchen. Eine kleine Flasche Cola findet sich auch darin. Also bringe ich noch drei Gläser an den Tisch und gehe in den 'Schneidersitz' gegenüber der Couch, auf der jetzt beide Mädchen sitzen.
Nach dem Essen bringe ich die leeren Schachteln in die Küche. Dann frage ich die Beiden:
"Have you ever been to the beach?"
Statt einer vernünftigen Antwort hängen mir beide freudestrahlend am Gürtel:
"Yeah! We go to the beach!!"
Also packe ich beide wieder in den Wagen und wir fahren zur Waikiki Beach. Vor den Wellen haben sie großen Respekt, aber ich kann sie den ganzen Nachmittag mit Strandspielen beschäftigen. Auch bauen wir Sandburgen und trampeln sie wieder nieder. Die Mädchen lachen fröhlich. Zum Abschluss nehmen wir noch einen kleinen Imbiss am Strand ein, bevor wir nachhause fahren. Dort erobern sie sofort das große Bett im Schlafzimmer.
Ich ermahne sie, zuerst noch ins Bad zu kommen und sich die Zähne zu putzen. Dabei gebe ich ihnen ein Vorbild. Nachdem sie sich für die Nacht umgezogen haben und im Bett liegen, nehme ich ein Kinderbuch, das von einem fernen Prinzen mit Namen Siddharta Gautama erzählt. Ich erkläre ihnen mit einfachen Worten das Umfeld, in der die Geschichte spielt und beginne zu lesen. Darüber sind die Mädchen bald eingeschlafen.
Anschließend baue ich die Couch im Livingroom zum Bett um und bin auch bald eingeschlafen. Die nächsten Tage verlaufen alle ähnlich. In den Morgenstunden arbeite ich am Computer. Während die Mädchen Filme schauen, bespreche ich mich mit Mitarbeitern der Bank, die Yong Tais Erbe verwalten. An den Nachmittagen spiele ich mit den Mädchen am Strand und nachdem sie ausgepowert sind, lese ich ihnen aus dem Buch über Buddha kindgerechte Geschichten vor, bis sie eingeschlafen sind.
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Donnerstag, 24. Februar 2022
Doch die Liebe währet ewiglich -31
mariant, 11:54h
"Das halte ich für vernünftig!" pflichtet mir der Lama bei.
Am Kinderheim angekommen, trage ich das Spielzeug in den transparenten Säcken, während der Lama mir die Türen öffnet. Mein Begleiter hat das Kinderheim auf der Fahrt telefonisch informiert. Die Kindergärtnerin ist ebenso neugierig und schaut interessiert, was nun passiert, bereit bei einem Streit gleich schlichtend einzugreifen. Ich öffne nun den Sack als wäre ich 'Father Christmas' und die Kinder fallen über die Geschenke her.
Zwei identisch aussehende hawaiian Natives in verschiedenfarbiger Kleidung greifen sich sogleich die Puppe und den Drachen. Sie laufen damit sofort in eine Zimmerecke und lassen niemand der anderen Kinder mehr an sich heran, was das Eingreifen der Kindergärtnerin doch noch nötig macht.
Ich packe den Rest des Spielzeugs in die Säcke zurück, und sage der Kindergärtnerin, dass dies für die anderen Spielgruppen im Heim gedacht ist. Sie schickt mich damit ins Büro, wo ich die Säcke an eine Wand stellen darf.
Dort frage ich sogleich die Büroangestellte:
"Könnten Sie mir bitte den exakten Geburtstag der Zwillinge nennen?"
"Ach, Sie meinen Anne und Andrea?" fragt sie zurück.
Ich zucke mit den Schultern und nicke.
"Wenn es zurzeit die einzigen Zwillinge in ihrer Betreuung sind, dann ja," gebe ich zur Antwort.
Sie blättert sie in ihren Unterlagen, nennt mir ihren Geburtstag und antwortet:
"Die Zwillinge haben schon viel mitgemacht in ihrem jungen Leben. Niemand wollte sie adoptieren. Ein paarmal waren sie zur Probe bei verschiedenen Ehepaaren, aber die Leute haben den Kopf geschüttelt. Sie sagten, die Mädchen würden weinen und einnässen, die Nahrung verweigern und einiges mehr..."
"Ich möchte die Beiden gerne auch einmal probeweise annehmen," sage ich spontan.
Die Frau hinter dem Schreibtisch schaut mich erstaunt an.
"Sind Sie verheiratet? Haben Sie Zeit, sich um die Beiden zu kümmern. Sind Großeltern vorhanden, die sie liebevoll betreuen, während Sie arbeiten? Haben Sie starke Nerven und eine Engelsgeduld?" zählt sie die wichtigen Punkte auf.
Ich antworte lächelnd:
"Ich bin verwitwet und arbeite im Bankfach von zuhause aus! Ja, ich kann mich rund um die Uhr kümmern. Außerdem habe ich genug Geld, so dass es ihnen an nichts fehlen wird."
Nun lächelt auch die Frau und meint:
"Ich werde mit der Mutter Oberin darüber reden! Kommen Sie gerne übermorgen wieder und dann wünsche ich Ihnen viel Glück für die Probewoche!"
Zwei Tage später bin ich wieder zurück in dem Kinderheim, um Anne und Andrea für die Probewoche abzuholen. Unterwegs habe ich noch einmal das Für und Wider gedanklich abgewogen, und bin zu der Überzeugung gelangt, dass ich das Richtige tue.
Als ich in die Spielgruppe gehe, kommen die Mädchen auf mich zu gelaufen, als sie mich sehen und hängen sogleich an meinen Hosenbeinen. Ich beuge mich zu ihnen herunter und nehme sie auf die Arme. Sogleich umschlingen sie meinen Hals und schmiegen sich an mich. Ich lache und lasse sie gewähren.
So bepackt gehe ich zum Büro des Heims. Die Bürokraft hat meine persönlichen Daten schon aufgenommen und lässt mich ein Formular unterschreiben, dass ich nun für die Mädchen hafte. Der Koffer der Mädchen steht neben dem Schreibtisch. Ich wende mich zum Gehen und die Bürokraft hält mir die Tür auf. Nun sage ich aber:
"So kann ich den Koffer mit ihren Sachen aber nicht tragen. Würden Sie ihn mir bitte zum Auto bringen?"
"Gerne," antwortet sie, sprachlos vor Staunen. "Sie müssen wissen, solch eine unproblematische Übergabe hatten wir bei den Zwillingen noch nie! Und auch bei den anderen Kindern: Sie sind normalerweise zuerst sehr zurückhaltend..."
Unterwegs zum Auto frage ich:
"Sie haben ihr Spielzeug nicht mehr... Haben Sie die Puppe und den Drachen mit in den Koffer getan?"
"Ja, genau!" sagt sie und nickt. "Wir mussten ihnen das Spielzeug wegnehmen. Es hat Streit gegeben, weil die Zwillinge die Sachen den anderen Kindern nicht zum Spielen ausleihen wollten... Ein Verhalten übrigens, das wir so noch nicht beobachtet haben."
Beim gemieteten SUV angekommen, lasse ich die Mädchen herunter und schließe den Wagen auf. Die Beiden setze ich auf die Rücksitze und schnalle sie an. Mit einem Tastendruck auf den Schlüsselbund öffnet sich das Schloss der Hecktür. Ich nehme der Schwester den Koffer ab und lege ihn hinter die Fondsitze.
Nun öffne ich den Koffer und nehme die Spielzeuge der Mädchen heraus. Diese reiche ich den Mädchen über die Sitzlehne nach vorne. Sofort drücken sie Puppe und Drache an sich und lächeln mich glücklich an. Ich merke mir, wer von beiden welches Spielzeug nimmt, dann klappe ich den Koffer wieder zu und schließe die Wagentür.
Anschließend verabschiede ich mich von der Bürokraft mit Handschlag und vertröste sie auf unser nächstes Zusammentreffen in sieben Tagen. Danach gehe ich zur Tür auf der Fahrerseite, setze mich hinter das Steuer und schnalle mich ebenfalls an. Kurz winke ich der Frau am Straßenrand zu, dann fahre ich los.
Durch den Verkehr in Honolulus Avenues quäle ich mich zu meiner Mietwohnung, die wir eine halbe Stunde später erreichen. Unterwegs schauen die Mädchen interessiert aus dem Fenster, sind aber ansonsten still. Ich parke den Wagen vor dem Appartementhaus, in dem ich wohne und nehme zuerst den Koffer aus dem Auto. Danach befreie ich die Mädchen aus den Gurten und lasse sie aussteigen. Nachdem ich den Wagen verschlossen habe, gehen wir auf das Gebäude zu.
Am Kinderheim angekommen, trage ich das Spielzeug in den transparenten Säcken, während der Lama mir die Türen öffnet. Mein Begleiter hat das Kinderheim auf der Fahrt telefonisch informiert. Die Kindergärtnerin ist ebenso neugierig und schaut interessiert, was nun passiert, bereit bei einem Streit gleich schlichtend einzugreifen. Ich öffne nun den Sack als wäre ich 'Father Christmas' und die Kinder fallen über die Geschenke her.
Zwei identisch aussehende hawaiian Natives in verschiedenfarbiger Kleidung greifen sich sogleich die Puppe und den Drachen. Sie laufen damit sofort in eine Zimmerecke und lassen niemand der anderen Kinder mehr an sich heran, was das Eingreifen der Kindergärtnerin doch noch nötig macht.
Ich packe den Rest des Spielzeugs in die Säcke zurück, und sage der Kindergärtnerin, dass dies für die anderen Spielgruppen im Heim gedacht ist. Sie schickt mich damit ins Büro, wo ich die Säcke an eine Wand stellen darf.
Dort frage ich sogleich die Büroangestellte:
"Könnten Sie mir bitte den exakten Geburtstag der Zwillinge nennen?"
"Ach, Sie meinen Anne und Andrea?" fragt sie zurück.
Ich zucke mit den Schultern und nicke.
"Wenn es zurzeit die einzigen Zwillinge in ihrer Betreuung sind, dann ja," gebe ich zur Antwort.
Sie blättert sie in ihren Unterlagen, nennt mir ihren Geburtstag und antwortet:
"Die Zwillinge haben schon viel mitgemacht in ihrem jungen Leben. Niemand wollte sie adoptieren. Ein paarmal waren sie zur Probe bei verschiedenen Ehepaaren, aber die Leute haben den Kopf geschüttelt. Sie sagten, die Mädchen würden weinen und einnässen, die Nahrung verweigern und einiges mehr..."
"Ich möchte die Beiden gerne auch einmal probeweise annehmen," sage ich spontan.
Die Frau hinter dem Schreibtisch schaut mich erstaunt an.
"Sind Sie verheiratet? Haben Sie Zeit, sich um die Beiden zu kümmern. Sind Großeltern vorhanden, die sie liebevoll betreuen, während Sie arbeiten? Haben Sie starke Nerven und eine Engelsgeduld?" zählt sie die wichtigen Punkte auf.
Ich antworte lächelnd:
"Ich bin verwitwet und arbeite im Bankfach von zuhause aus! Ja, ich kann mich rund um die Uhr kümmern. Außerdem habe ich genug Geld, so dass es ihnen an nichts fehlen wird."
Nun lächelt auch die Frau und meint:
"Ich werde mit der Mutter Oberin darüber reden! Kommen Sie gerne übermorgen wieder und dann wünsche ich Ihnen viel Glück für die Probewoche!"
Zwei Tage später bin ich wieder zurück in dem Kinderheim, um Anne und Andrea für die Probewoche abzuholen. Unterwegs habe ich noch einmal das Für und Wider gedanklich abgewogen, und bin zu der Überzeugung gelangt, dass ich das Richtige tue.
Als ich in die Spielgruppe gehe, kommen die Mädchen auf mich zu gelaufen, als sie mich sehen und hängen sogleich an meinen Hosenbeinen. Ich beuge mich zu ihnen herunter und nehme sie auf die Arme. Sogleich umschlingen sie meinen Hals und schmiegen sich an mich. Ich lache und lasse sie gewähren.
So bepackt gehe ich zum Büro des Heims. Die Bürokraft hat meine persönlichen Daten schon aufgenommen und lässt mich ein Formular unterschreiben, dass ich nun für die Mädchen hafte. Der Koffer der Mädchen steht neben dem Schreibtisch. Ich wende mich zum Gehen und die Bürokraft hält mir die Tür auf. Nun sage ich aber:
"So kann ich den Koffer mit ihren Sachen aber nicht tragen. Würden Sie ihn mir bitte zum Auto bringen?"
"Gerne," antwortet sie, sprachlos vor Staunen. "Sie müssen wissen, solch eine unproblematische Übergabe hatten wir bei den Zwillingen noch nie! Und auch bei den anderen Kindern: Sie sind normalerweise zuerst sehr zurückhaltend..."
Unterwegs zum Auto frage ich:
"Sie haben ihr Spielzeug nicht mehr... Haben Sie die Puppe und den Drachen mit in den Koffer getan?"
"Ja, genau!" sagt sie und nickt. "Wir mussten ihnen das Spielzeug wegnehmen. Es hat Streit gegeben, weil die Zwillinge die Sachen den anderen Kindern nicht zum Spielen ausleihen wollten... Ein Verhalten übrigens, das wir so noch nicht beobachtet haben."
Beim gemieteten SUV angekommen, lasse ich die Mädchen herunter und schließe den Wagen auf. Die Beiden setze ich auf die Rücksitze und schnalle sie an. Mit einem Tastendruck auf den Schlüsselbund öffnet sich das Schloss der Hecktür. Ich nehme der Schwester den Koffer ab und lege ihn hinter die Fondsitze.
Nun öffne ich den Koffer und nehme die Spielzeuge der Mädchen heraus. Diese reiche ich den Mädchen über die Sitzlehne nach vorne. Sofort drücken sie Puppe und Drache an sich und lächeln mich glücklich an. Ich merke mir, wer von beiden welches Spielzeug nimmt, dann klappe ich den Koffer wieder zu und schließe die Wagentür.
Anschließend verabschiede ich mich von der Bürokraft mit Handschlag und vertröste sie auf unser nächstes Zusammentreffen in sieben Tagen. Danach gehe ich zur Tür auf der Fahrerseite, setze mich hinter das Steuer und schnalle mich ebenfalls an. Kurz winke ich der Frau am Straßenrand zu, dann fahre ich los.
Durch den Verkehr in Honolulus Avenues quäle ich mich zu meiner Mietwohnung, die wir eine halbe Stunde später erreichen. Unterwegs schauen die Mädchen interessiert aus dem Fenster, sind aber ansonsten still. Ich parke den Wagen vor dem Appartementhaus, in dem ich wohne und nehme zuerst den Koffer aus dem Auto. Danach befreie ich die Mädchen aus den Gurten und lasse sie aussteigen. Nachdem ich den Wagen verschlossen habe, gehen wir auf das Gebäude zu.
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